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Lärmaktionsplanung

Umsetzung der 2. Stufe der EU-Umgebungslärmrichtlinie in Ahrensburg

In Westeuropa sind über 20 Prozent der Bevölkerung, das heißt annähernd 80 Millionen Menschen, Lärmpegeln ausgesetzt, die als untragbar angesehen werden. In Deutschland sehen sich über 60 Prozent der Menschen durch Lärm, insbesondere durch Verkehrslärm, belästigt, davon mehr als 10 Prozent stark oder äußerst stark.

Vor diesem Hintergrund wurde am 25. Juni 2002 die Richtlinie 2002/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm erlassen. Die Richtlinie stellt ein Konzept dar, um schädliche Auswirkungen, einschließlich Belästigungen durch Umgebungslärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu mindern. Die wesentlichen Elemente sind:

  • die Ermittlung der Belastung durch strategische Lärmkarten
  • die Vermeidung, Verminderung durch Aktionspläne.

Der Information der Öffentlichkeit über vorhandene Lärmbelastungen und der Mitwirkung der Öffentlichkeit bei der Aktionsplanung kommt eine zentrale Bedeutung zu.

Die Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie begann in der 1. Stufe europaweit in den Jahren 2007/2008. Alle 5 Jahre müssen die Lärmkarten und Lärmaktionspläne überprüft und an die aktuelle Lärmsituation angepasst werden.

Die Aktualisierung der Lärmkarten und Lärmaktionspläne wird als 2. Stufe bezeichnet.

Nachfolgend sind die Ergebnisse der 2. Stufe der Lärmkartierung aufgeführt:

Bericht zur Lärmkartierung

Belastete Hauptverkehrsstraßen

Belastete sonstige Straßen

Kartierungen der 24-Stunden-Werte für die Bereiche:

Kartierungen der Nachtwerte für die Bereiche:


Die Detailerarbeitung der Lärmaktionsplanung wurde vom Fachbüro LAIRM-Consult (Bargteheide) auf Basis der Beschlüsse einer von der Verwaltung gegründeten Lenkungsgruppe erbracht. Mitgewirkt hat außerdem das Verkehrsplanungsbüro URBANUS aus Lübeck.

Die aus etwa 15 Personen bestehende Lenkungsgruppe tagte in 6 Sitzungen. Sie setzte sich zusammen aus Vertretern der Politik, Umwelt- und Interessenverbänden, den Fachbüros sowie der Verwaltung. Die Öffentlichkeit hatte bislang in Form einer Offenlage der Lärmkartierung, einer Öffentlichkeitsveranstaltung, einer Briefkastenaktion im Foyer des Rathauses sowie im Rahmen der Offenlage des Lärmaktionsplanes die Möglichkeit, sich zu informieren und Anliegen einzubringen. Diese Anliegen wurden bei der Erstellung der Lärmaktionsplanung berücksichtigt.

Die Offenlage des Entwurfs des Lärmaktionsplanes Ahrensburg 2. Stufe, fand in der Zeit von Montag, den 20.10.2014, bis Freitag, den 28.11.2014, statt. Bei der Verwaltung gingen 5 Einwendungen ein.

Aufgrund des sehr umfassenden Lärmaktionsplanes wird darauf hingewiesen, dass der Maßnahmenkatalog unter Punkt 7.2. „Maßnahmenkatalog der 2. Stufe der Lärmaktionsplanung“ auf Seite 58 bis Seite 66 zu finden ist. Hier sind die gesamtstädtischen und quartiersbezogenen Lärmminderungsmaßnahmen im Detail aufgeführt.

Beschlossen wurde der Ahrensburger Lärmaktionsplan in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 24.02.2015 in der nachfolgenden rechtgültigen Fassung:

Bericht des Lärmaktionsplanes

Karten zum Lärmaktionsplan

 

Weitere Informationen zum Thema Umgebungslärm finden Sie im Landesportal.