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Ahrensburger Rathaus im März 2017
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14.12.2017

Land fördert Restaurierung und Digitalisierung von Ahrensburger Archivunterlagen mit 5.580 Euro

Das Stadtarchiv Ahrensburg hat in diesem Jahr erneut Förderanträge im Rahmen des Programms zum Erhalt schriftlichen Kulturgutes beim schleswig-holsteinischen Ministerium für Justiz, Kultur und Europa gestellt.

Für die Digitalisierung von alten Flurkarten sowie die Restaurierung von Protokollbüchern und alten Forst- und Wirtschaftskarten sind insgesamt 5.580 € bewilligt worden. Damit sind 90 % der Gesamtkosten von 6.235 € vom Land übernommen worden, lediglich den Eigenanteil der restlichen 10 % in Höhe von 655 Euro hat die Stadt Ahrensburg für die beiden Maßnahmen bezahlt.

Bürgermeister Michael Sarach und Bürgervorsteher Roland Wilde haben sich in dieser Woche nach der Rückkehr der Archivunterlagen vom Hamburger Restaurator Michael Dietz von der Qualität der Arbeit und dem Wert der Archivalien für die Stadtgeschichte mit eigenen Augen überzeugt. Beim Blättern durch die Protokollbücher der Ahrensfelder Gemeindevertretung fanden Sie die Namen von alteingesessenen Familien wieder, deren Nachfahren auch heute in den politischen Gremien keine Unbekannten sind.

Für den ungeübten Leser stellen die in Sütterlin handgeschriebenen Protokollbücher eine gewisse Herausforderung dar. Die großformatigen alten Flurkarten, die durch den Fotografen Sönke Ehlert in Kiel digitalisiert wurden, werden sowohl für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung als auch für Archivbesucher am Bildschirm einsehbar sein.

 

Zu den Flurkarten:

Das Digitalisierungsprojekt hat insgesamt 4.760 Euro gekostet, wovon das Land 4.280 Euro übernommen hat. Der Kieler Fotograf Sönke Ehlert konnte deshalb beauftragt werden, 250 ausgewählte alte Flurkarten zu digitalisieren. Der Historische Kartenbestand des Stadtarchivs umfasst derzeit ca. 1.000 verzeichnete Karten. Einige von ihnen werden oft nachgefragt, andere sind historisch wertvoll oder wegen Ihrer Größe schwer vorzulegen oder auszustellen. Einige bedeutende Karten wurden in 2016 im Rahmen der Landesförderung restauriert mit dem erklärten Ziel, diese anschließend digitalisieren zu lassen. Alle ausgewählten Karten sind wegen ihres Informationsgehaltes wie z.B. Flakstellungen in Ahrensburg, Umfang der gutsherrschaftlichen Besitzungen etc. für die Überlieferung der Stadt und die historische Forschung bedeutend.

Um eine einfachere Nutzung bei Schonung der fragilen Karten und eine Verwendung für die Öffentlichkeitsarbeit (Publikationen, Presse, im Aufbau befindliche Archiv-Homepage) zu erreichen, wurde die Digitalisierung mittels Abfotografieren durchgeführt.

 

Zu den Protokollbüchern der Gemeinde Ahrensfelde und den beiden Flurkarten:

Die Gemeinde-Protokollbücher der ehemaligen Gemeinde Ahrensfelde, seit 1974 Ahrensburger Stadtteil, aus den Jahren 1878 -1903 sowie 1922 -1952 zusammen mit der Mutterrolle der Gemeinde Ahrensfelde 1898 – 1934, sind für die Überlieferung der Stadtgeschichte von großer Bedeutung. Ihr Erhaltungszustand war insgesamt ordentlich, allerdings waren die Einbände stark beschädigt und die Ränder des Papiers angegriffen, die Oberfläche war verschmutzt, teilweise waren Stockflecken zu beobachten. Wegen der Beschädigungen konnten die Protokollbücher nicht benutzt werden, da sonst Substanzverlust zu befürchten gewesen wäre.

 

Zu den Karten:

Die beiden historischen Karten waren durch die geknickte Lagerung und intensive Nutzung in der Vergangenheit sowie teilweise durch unsachgemäße Reparatur mit Tesa in Mitleidenschaft gezogen worden.

Beide Karten haben einen großen inhaltlichen Wert für die Überlieferung Ahrensburgs: Die Forstkarte von 1926 zeigt den ursprünglichen Stadtwald Hagen mit detailliertem Baumbestand im Jahr 1926 vor der Rodung für die Siedlungen. Die Wirtschaftskarte von Ahrensfelde zeigt genaue Grenzverläufe zwischen dem Ortsteil Ahrensfelde und dem Siedlungsgebiet Hagen/Waldgut Hagen.

Die Karten mussten gereinigt, neu aufgezogen, für eine flache Lagerung geglättet und an den Rändern und Faltungen stabilisiert werden.

Das Land förderte diese Restaurierungsmaßnahmen mit 1.300 Euro bei Gesamtkosten von 1.475,60 Euro.

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